Kostenoptimierte Passivhäuser

Passivhäusern wird im Allgemeinen im Vergleich mit Standard- oder KfW-Effizienzhäusern ein wirtschaftliches Optimum zugesprochen. Allerdings bestimmen offensichtlich falsche Vorstellungen über Eigenschaften und Aussehen eines Passivhauses die Entscheidungen mancher Investoren und Bauherrn. Dabei beschreibt das Passivhaus-Konzept
keine bestimmte Bauform
, sondern lediglich den energetischen Standard eines Gebäudes und ist seit 20 Jahren erforscht. Im Übrigen werden bei allen energetischen Standards die Gestehungskosten von Gestaltung, Himmelsrichtungen und Raumnutzungskonzept beeinflusst.
 
Unsere Passivhaus-Planung stellt auf ein wirtschaftliches Optimum zwischen Baukosten und Bewirtschaftungskosten ab!
Die M-VENA begleitet zurzeit 2 Passivhaus-Projekte in der Bauphase, für die wir vorab die Leistungen Planung, Ausschreibung und Vergabe erbracht haben.
Diese Projekte bestätigen den Wirtschaftlichkeits-Ansatz des Passivhaus-Konzeptes.
 
 -> Wissenswert:Diese Erfahrungen nutzen auch schon Städte und Länder und haben daher für Ihre Immobilien Festlegungen getroffen. Die Stadt Frankfurt a.M. legte bereits 2006 fest, dass bei allen städtischen Neubauten der Passivhaus-Standard zu erreichen ist. Sollte dies nicht gelingen, gilt als Mindestanforderung eine 30%ige bessere Energieeffizienz als die EnEV verlangt.
Auch bei Sanierungen von städtischen Verwaltungsgebäuden sollen Passivhauskomponenten (Dämmung, Fenster, Lüftung mit Wärmerückgewinnung) eingesetzt und somit der Passivhaus-Standard angestrebt werden.
-> Auszug aus der Stadtverordnung Frankfurt am Main 2006
 
Die sich dabei stellenden zwei Fragen beantworten sich von selbst:
1. „Warum unterwerfen sich finanziell schwache Kommunen und Länder solche Festlegungen?“
2. „Investiere ich lieber in teure, wartungsintensive Technik, die ich nach ca. 15-20 Jahren erneuern muss oder lieber in langlebige Bauteile?“ (Fundament, Wand, Dach, Fenster ca. 40-60 Jahre)

Ein aktuelles Passivhaus-Projekt der M-VENA in Rostock-Sievershagen:


Ein äußerlich „normales Haus“ mit 150 m² Wohnfläche (nach WoFlV), einem 45° Satteldach und ausbaufähigem (gedämmten) Spitzboden (zusätzliche 20 m²).

 
->Wissenswert: Diese 20 m² werden zur Berechnung der Heizlast des Passivhauses herangezogen, weil sie sich innerhalb der thermischen Gebäudehülle befinden. Insgesamt fließen also 170m² als Energiebezugsfläche in die Berechnungen ein.
 
Die Wärmeverluste durch die Gebäudehülle werden auf ein Minimum verringert. Unter der Bodenplatte wurde eine Dämmung von 24 cm, an der Fassade 28 cm und im Dachbereich 20 cm Aufsparrendämmung sowie 24 cm Zwischensparrendämmung verlegt. Die einzelnen Dämmbereiche schließen wärmebrückenfrei aufeinander, wodurch eine lückenlose, das gesamte Haus umschließende Wärmedämmung gewährleistet ist. Das ganze Haus ist gewissermaßen eingepackt, wie ein hochalpiner Bergsteiger, der in seinem Thermoschlafsack übernachtet. Die Wärme bleibt im Haus.


Der Bauherr kann sogar auf eine herkömmliche Heizungsanlage verzichten. Eine Öl –oder Gasbrennwert-Technik, eine Wärmepumpe (unter Umständen mit Tiefenbohrungen) etc. sind nicht notwendig.

Aufwändige und wartungsintensive Anlagentechnik, mit einem im Vergleich zum Gebäude kurzen Lebenszyklus, entfällt. Ein Großteil der Wärme wird passiv erzeugt. Dass heißt, ohne eine aktive Heizungsanlage. Daher auch der Name Passivhaus.

Die geringen Wärmemengen, die dem Haus noch zugeführt werden müssen, können mit der Luft transportiert werden. Eine kontrollierte Be –und Entlüftung mit hoch effizienter Wärme-Rückgewinnung (92 %) tauscht ca. alle 2 Stunden (auch bei Abwesenheit oder Schlaf) die gesamte Raumluft aus. Das ist mehr und gesünder als die in EnEV-Standard -oder KfW-EH70-Häusern notwendige Stoßlüftung alle 2-3 Stunden. Fenster dürfen natürlich trotzdem geöffnet werden. Den geringen Heizwärmebedarf der bei Bedarf noch zugeheizt werden muss, deckt ein elektrisch betriebenes Nachheizregister, das in die Lüftungsanlage integriert ist.
 
Die wesentlichen wärmeeintragenden Komponenten sind unter anderem:

- die 3-fach- verglasten Fenster: mit ihren hocheffizienten Dämmwerten (Uw= 0,6 W/qmK) schützen Sie das Haus nicht nur vor Wärmeverlusten, sondern tragen durch ihren 60%igen Energiegewinnwert des Glases (g-Wert) zum Wärmeeintrag bei. Man bezeichnet sie auch als „solare Gewinne“. Der geprüfte Gesamt-Dämmwert des Fensters (Uw-Wert) beträgt bei diesem Haus 0,75/qmK. Um diesen Wert zu erreichen wurde neben einem stark gedämmten Rahmen (Uf-Wert = 0,82 W/qmK) auch ein optimierter (wärmebrückenreduzierender) Glas-Randverbund verwendet. Diese thermisch verbesserten Abstandshalter  bezeichnet man auch als so genannte „warme Kante“.

- die Elektrogeräte im Haushalt: sind in unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Wenn man sich seinen Haushalt einmal anschaut, wird man erstaunt feststellen, wie viele Verbraucher Strom benötigen und dabei nicht unerhebliche Mengen an Wärme produzieren. Geräte wie der Kühlschrank oder die Gefriertruhe sogar 24 Stunden täglich. Mancher große Flachbild-Fernseher hat im Betrieb einen höheren Verbrauch als eine herkömmliche 100 W Glühlampe und eine entsprechende Wärmestrahlung. Auch die Abwärme beim kochen oder dem Betrieb eines Backofens bleibt dank der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im Haus und geht nicht durch Fensterlüftung verloren. Auch die regelmäßige oder gelegentliche Benutzung von Waschmaschine, Trockner, Toaster, Bügeleisen, Staubsauger, Halogen-Beleuchtung oder Computer trägt Wärme in die Raumluft ein. 

- das Leben der Bewohner im Haus: trägt Wärmeenergie ein. So strahlt z.B. ein erwachsener Mensch im Ruhezustand ca. 60 bis 80 Watt Wärmeenergie ab. Bei leichten Tätigkeiten im Haushalt können es schnell 100 bis 150 Watt sein. Wird regelmäßig warm geduscht oder gebadet, entstehen im Bad zusätzliche Wärmeeinträge, die für das gesamte Haus durch die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage nutzbar gemacht werden. Elektrisch zuschaltbare Heizmatten können bauseitig im Estrich verlegt werden. So kann vorübergehend, z.B. im Bad oder in den Sitzbereichen im Wohnzimmer, der Fußboden zusätzlich erwärmt werden. Für sehr hohe Einträge sorgt ein Kamin. Auf Grund des geringen Wärmebedarfs eines Passivhauses und seinem ausgeklügeltem Luftverteilsystem, kann mit nur einem Scheit Holz das gesamte Gebäude über 2 Stunden mit Wärme versorgen.
In den kalten Monaten können die Bewohner durch das Befeuern eines Kamins, den Wärmebedarf des Nachheizregisters der Lüftungsanlage „entlasten“.
 
-> Wissenswert: 1 Raummeter (rm) Buchenholz hat einen Heizwert von 1.850 kWh/rm.
Demnach hat 1Scheit Buchenholz von der Größe ca. 10x10x20cm einen Heizwert von 3.7 kWh ([1.850 kWh/rm] / 1000x2).
Da das Passivhaus eine wohnflächenspezifische Heizwärmelast (Wärmebedarf) von 10 W/m² hat, benötigt dieses 170 m²-Haus also 1.700 W um 1 Stunde beheizt zu werden. Das Holzscheit mit 3,7 kWh reicht also 2,17 Stunden. (Bei -10°C Außentemperatur)
Quelle: http://www.baumarkt.de/nxs/514///baumarkt/schablone1/Welchen-Heizwert-hat-Holz
 
Im aktuellen Passivhaus-Projekt in Rostock-Sievershagen erreichen wir mit 1.412 EUR/m² Wohnfläche (nach WoFlV), inkl. MwSt. und aller Planungskosten (Architekt, Statik, Planungen) einen beachtenswert niedrigen Preis/m²!
Da der Spitzboden innerhalb der thermischen Hülle (Dämmebene) liegt, gehört er nach PH-Berechnungsgrundlagen zwar zur Energiebezugsfläche, wird aber nicht zur Berechnung der Wohnfläche herangezogen. Er ist also bei der Ermittlung des Preises EUR/m² nicht berücksichtigt worden. Obwohl dort mit einer Grundfläche von ca. 43 m² und einer lichten Höhe von 1,90 m nochmals eine ansehnliche Räumlichkeit entstanden ist.
 
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, sprechen Sie uns an. Am besten, noch bevor Sie mit der Planung beginnen.

 

M-VENA

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