Änderung der BEG-Förderung seit 01.02.2022 - keine Förderung von Neubauten der Effizienzhaus-Stufe 55 mehr

Die Klimakrise ist präsenter denn je und damit auch die Frage, wie man sie stoppen kann. Die Einsparung von CO2 ist dabei ein wichtiger Aspekt, wenn nicht sogar der wichtigste. Um dies zu erreichen, heißt es Potenziale zu nutzen, wo es nur geht. Auch in der Gebäudesanierung und der Errichtung von Neubauten. Fördergelder werden demnach nur noch in Projekte mit der höchsten CO2- Einsparung gesteckt. Neubauten der Effizienzhaus-Stufe 55 fallen nicht in diese Kategorie und können deshalb nur noch bis zum 31.01.2022 beantragt werden - bis zum 01.02. entfallen sie. Dazu zählen auch die der Erneuerbaren-Energien-Klasse und die der Nachhaltigkeitsklasse. Die Förderung anderer Effizienzhaus-Stufen eben sowie Gebäudesanierungen bleiben unverändert.

Aber keine Angst, liebe Mitbürger:innen, Investor:innen und Eigentümer:innen, die entfallende Förderung erzeugt mehr Vor- als Nachteile.  Längst überfällig ist die konsequente Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie, welche nur politisch (über den Koalitionsvertrag der alten Regierung) ausgebremst wurde.

Nicht nur die scheinheilige Propagierung von Klimaschutzzielen ohne Maßnahmenplan ärgert Expert:innen schon lange, auch die volkswirtschaftlichen Schäden sind enorm. Unabhängig von den Strafzahlungen an die EU wegen nicht umgesetzter Richtlinien und unerreichter Klimaschutzziele fehlt aber genau dieses Geld im lokalen Wertschöpfungskreislauf. Zudem wurden in den letzten 7 Jahren kurzsichtige Neubaukonzepte entlang der Fördergrenzen der Bundeförderung motiviert. Von Wirtschaftlichkeiten eben so weit wie von Nachhaltigkeit entfernt, stehen diese 1.942.284 neuen Wohnungen (Quelle: Destatis Baugenehmigungen bis 2020) in neu errichteten Gebäuden über einen sehr langen Lebenszyklus nun in einem "Medium-Niveau" ohne schlechtes Gewissen, weil sie ohne Hintergrundwissen errichtet wurden.

Die Politik verzögert ein Umdenken seit Jahren. Klar muss die Architektin mit der Bauindustrie neue Lösungen entwickeln. Aber lieber einmal richtig als alle 2 Jahre mit einem enormen Kraftakt für alle Beteiligten , die die Änderungen verstehen, Softwareanpassungen finanzieren und immer wieder neue Risiken abdecken müssen. Haben wir denn keine Volkswirtschaftler:innen in den politischen Entscheidungsgremien mehr, welche diesen Verlust beziffern mögen? Wir errichten seit 2009 Effizienzhäuser (Wohnbauten und Schulen) im EH-40 EE plus - Standard zu gleichen Kosten wie KfW-70 Häuser. Wie ist dies möglich? Fragen Sie uns!

(Wir arbeiten übrigens seit 2004 für Unternehmen wie Vonovia, lokale Wohnungswirtschaft, private Investoren, Stadtwerke und Kommunen.)

 

Stromausfallgefahr in Deutschland

In einer Nacht zum Samstag im august 2021 "flogen" Industrieunternehmen wiederholt vom Netz. Die Netzbetreiber behaupten Es gibt keine Häufung von "Lastabwurf". So hatte aber nach einem August-Tag mit Sonnenschein in der Spitze (13-14 Uhr) mit 30.000 MWh Solarertrag der Abend (19-20 Uhr) nur noch 3000 MWh im Angebot.

Für das Netz bleibt dies nicht ohne Folgen: Da die Nachfrage mit etwa 50.000 MWh nachts nahezu unverändert bleibt, müssen Reserven wie Pumpspeicher aktiviert werden. Braunkohlekraftwerke laufen auf Hochtouren und es wird Strom importiert. Außerdem stoppte der Netzbetreiber ab 19.49 Uhr die Versorgung großer Abnehmer mit deren Einwilligung und nahm vier Industrieanlagen vom Netz, darunter die Aluminiumhütte Trimet in Essen, die so genannte „sofort abschaltbare Lasten aufwies“ (SOL).

Elf Minuten später setzte sich die kontrollierte Abschaltung der Großverbraucher bundesweit fort. Es wurden auf Wunsch des Netzbetreibers weitere der „schnell abschaltbaren Verbraucher“ vom Stromnetz getrennt, um Stromangebot und Nachfrage auszugleichen. Diese haben eine Verzögerung von einigen Minuten, während SOL in 350 Millisekunden trennt.
Die Tropfen hielten bis 21 Uhr an. Dann kehrte Ruhe ein.

Betroffene Industriebetriebe bekommen eine Entschädigung welche sich in den Stromkosten aller wiederspeigeln, können aber bei Produktionsnotwendigkeiten die Versorgung verlangen, verlieren die Entschädigung und können die Produktion wieder aufnehmen.

Sorgen Sie vor und fragen Sie uns nach Lösungen! 

Quelle: https://www.xing-news.com/reader/news/articles/4204241?cce=em5e0cbb4d.%3A5r80TdsGFztt1xIS9eMkAB&link_position=digest&newsletter_id=78133&toolbar=true&xng_share_origin=email

 

Photovoltaik: Eine neue Solarzellen-Materialkombination mit tausendfach besserer Leistung wurde von Forschern entdeckt

Dem Team der Marthin-Luher-Universität Halle-Wittenberg (MLU) gelang es, eine neue Materialmischung aus Barium, Strontium und Calciumtitanat mit einem Passfaktor von 1.000 zu schaffen.

Die Ergebnisse von der Forschung wurden auf der Zeitschrift „Science Advances“ bekanntgegeben.

Quelle: https://www.businessinsider.de/wirtschaft/photovoltaik-neuer-materialmix-fuer-solarzellen-von-forschern-entdeckt-d/

 

Bundeswirtschaftsministerium verbessert Bürgschaftsbedingungen für Energieeffizienzprojekte

Mit Unterstützung des Bundes und der Bundesländer erleichtern und erweitern die 16 Bürgschaftsbanken an Januar 2016 ihre Bürgschaftsbedigungen für die Finanzierung von Energie-Einspar-Contracting-Vorhaben. So gilt bei Vorhaben, die zu einer Energieeinsparung von mindestens 25 Prozent gegenüber dem Status Quo führen, künftig ein erhöhter Bürgschaftshöchstbetrag von 2 Mio. (bislang 1,25 Mio.).

Dazu Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie... weiterlesen

 

EU will Städte energieeffizienter machen

Die Europäische Kommission stellt 35 Millionen Euro bereit, um den Energieverbrauch von Gebäuden und im Verkehr in europäischen Städtenbis zum Jahr 2030 um 32,5 Prozent zu senken. 

Der Großteil des Geldes, 30 Millionen Euro, ist für die Förderung von Projekten für den energieeffizienten Ausbau von Gebäuden und Wärmenetzen vorgesehen. Fünf Millionen Euro fließen in Projekte zur Effizienzsteigerung bei Staßenbeleuchtung und im städtischen Verkehr. Die Maßnahmen sind Teil des Europäischen Green Deal.

Quelle: Mittelstand Global Exportinitiative Energie (BMWi)

 

Positive Bewertung der Novellierung der Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD: Energy Performance of Buildings Directive)

Im April 2018 begrüßten die deutschen Verbände die Novellierung der Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden durch das Europäische Parlament.

Ziel der neuen Vorgaben ist es, die Energieeffizienz von Gebäuden weiter zu verbessern und den Komfort und vor allem die Luftqualität in Gebäuden sicherzustellen.
 
Für die Fachverbände sind folgende Punkte der Richtlinie von besonderer Bedeutung: die energetische Inspektion von Klimaanlagen, die Förderung intelligenter Technologien, die Einführung eines so genannten Smartness Indicators, die Festlegung von Mindestanforderungen an die Energieeffizienz, die Förderung energetischer Renovierung von Bestandsgebäuden und der Abschluss einer Durchführbarkeitsstudie zur Inspektion von Lüftungsanlagen bis 2020.
 
Die energetische Inspektion von Lüftungsanlagen soll die Energieeffizienz dieser Anlagen nachhaltig verbessern, sowie thermischen Komfort und eine sehr gute Innenraumluftqualität sicherstellen.
 
Bevor die Richtlinie in Kraft tritt, muss der Ministerrat noch seine formale Zustimmung zu den beschlossenen Neuerungen der EPBD geben. Im Anschluss haben die Mitgliedstaaten 20 Monate Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht zu überführen.
 
30 Monate später, zum 1. November 2020, hat Deutschland die Umsetzung mit dem neuen Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) suggeriert. Traurig für künftige Generationen ist wieder einmal, dass politische Motive die vollständige inhaltliche Umsetzung der gesamteuropäischen Ziele der EPBD verhinderten. 
 

Vielzahl dezentraler Erzeuger setzen Stromnetz unter Druck

-Netzeingriffe werden immer mehr und teurer für Stromkunden-

Um Schwankungen auszugleichen, mussten Netzmanager im vergangenen Jahr dreimal so oft wie im Vorjahr in den Netzfluss eingreifen, heißt es im aktuellen Monitoringbericht der Bundesnetzagentur und dem Bundeskartellamt.

Dies sind keine Minikorrekturen mehr, sondern erhebliche Eingriffe in den Stromfluss. Die Dauer der sogenannten Redispatchmaßnahmen im Jahr 2015 verdoppelte sich annähernd auf knapp 16.000 Stunden. Die betroffenen Strommengen haben sich verdreifacht, heißt es in dem Bericht.

Die Kosten für die Netz- und Systemsicherheit stiegen laut Bericht auf 1,13 Milliarden Euro. Im Jahr 2014 waren es noch 436 Millionen Euro. Diese Kosten werden über den Strompreis auf die Verbraucher umgelegt.

Lösungsansätze:

1. Die Anforderungen für Regeleingriffe auf der Einspeiseebene der vielen dezentralen Erzeuger (Verteilnetzebene) wurden durch Richtlinien der EU erst in diesem Jahr beschrieben. So werden nach uns vorliegenden Studien bis zu 84 Leitwarte bundesweit für bisher noch nicht abgegrenzte Verteilnetzbereiche entstehen müssen

So genannte Energieaudits liefern wichtige Eingangsdaten für die nun mit Systemverantwortung agierende Verteilnetzbetreiber. Denn nicht nur die Erzeugerseite soll laut EU-Vorgaben geregelt werden, sondern auch die Abnehmerseite. Eine Stromflat wird künftig mehr kosten. Abschaltzeiten werden nicht nur für Wärmepumpen gelten.

2. Nach jetzigem Stand  sollen drei große Stromautobahnen, die "Schlagadern" der Energiewende, 2025 ans Netz gehen. Leider zwei bis drei Jahre nach dem endgültigen Atomausstieg 2022 und damit nachjetziger Planung viel zu spät.

Wir bereiten Kommunen, Gewerbe und Industrie auf die kommenden Veränderungen und Anforderungen vor. Bitte nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit uns auf.

 

Die Gasheizung müsste (wie in Dänemark schon beschlossen) 2020 sterben und Verbrennungsmotoren 2025, der Strombedarf steigt um das fünffache statt zu sinken = ist die KWK-Novelle fehlausgerichtet?

Greenpeace enthüllt schon 2016 in einer Studie, was das Weltklima-Abkommen von Paris für die Menschen bedeutet. Wird es umgesetzt, wird Deutschland schon in wenigen Jahren nicht mehr wiederzuerkennen sein.

Denn ein Technikverbot droht somit auch der kombinierten Strom-Wärme-Produktion in sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Diese KWK-Technik wird von den Beratern der Bundesregierung als sogenanntes "Flexibilisierungspotential" unserer zunehmen durch Wind und Sonne unsteht belasteten Stromnetze gehandelt und wird deshalb durch das neue KWK-Gesetz (2021) von der Bundesregierung finanziell hoch gefördert.

Viele kommunale Stadtwerke setzen auf Heizkraftwerke mit KWK-Technik. Doch weil diese Anlagen meist mit Erdgas laufen, sind sie laut Greenpeace-Studie „für die Dekarbonisierung bei der Energiewende nicht geeignet“ und dürften „ab dem Jahr 2020 nicht mehr gebaut werden“.

Zum Artikel aus 2016 gehts hier -->

 

Energiemanagementsystem

DIN ISO 50001 ist auch für Kommunen anwendbar und unterstützt die Erfüllung von Klimaschutzzielen

Wir bauen Ihnen auch individuelle Energiemanagementsysteme mit geringsten personellem Aufwand für Ihre Struktur und ohne externe Zertifizierungskosten auf. Sprechen Sie uns an: hallaschk@m-vena.de !

Weitere Informationen erhalten Sie hier -->
 
 

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