Primärenergiefaktor nach AGFW - M-Vena

Primärenergiefaktor von Wärmenetzen = fp-Gutachten nach AGFW FW 309-1

Arten von Bescheinigungen, welche wir Ihnen ausstellen dürfen:

Folgende Bescheinigungen sind Bestandteil eines fp-Gutachtens nach FW 309-1: 2014*, welches den genormten Berechnungsvorgang zur Ausweisung eines Primärenergiefaktors dokumentiert:

- Bescheinigung des Primärenergiefaktors des Wärmenetzes bzw. mehrerer Wärmenetze nach FW 309-1: 2014*

- Bescheinigung über die Zusammensetzung der ausgespeisten Wärme nach § 10 Abs. 3 EEWärmeG

- Bescheinigung zum Erfüllungsgrad der Wärmenutzung nach § 3 in Verbindung mit § 7 und Anlage VIII EEWärmeG

- Bescheinigung der Hocheffizienz von KWK-Anlagen gemäß Anhang II 2012/27/EU Energieeffizienzrichtlinie, u.a. für die Feststellung des Vergütungsanspruchs nach § 10 Absatz 2 Nummer 4 KWKG

Tipp: Alle Bescheinigungen können auch einzeln bestellt werden (z.B. für einzelne KWK-Module innerhalb der Wärmeerzeugung)!

Wir berechnen Ihren fp-Wert (Anlageneffizienz). Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

*Arbeitsblätter des AGFW - Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V.

 ♦ Tipp für clevere Stadtwerke und Wärmeversorger:

Besteht Ihr Fernwärmenetz aus mehreren abgrenzbaren Teilkreisen mit einer Wärmeeinspeisung aus Erneuerbaren Energien?

Dann lassen Sie sich für diesen Versorgungsbereich niedrigere Primärenergiefaktoren bestimmen. Dies verstärkt die oben genannten Vorteile niedriger Primärenergiefaktoren.

Grafik fp-Wert

Zur Info: Auch bei kleineren Fern-/Nahwärmenetzen mit Kraft-Wärme-Kopplung (< 400 kWth) innerhalb von Gebäude(gruppen) kann laut KfW ein eigener Primärenergiefaktor nach FW 309-1* berechnet werden, welcher unter Umständen niedriger ist, als der Standardwert.

Ihre Vorteile und Ihr Nutzen bei einer Berechnung des Primärenergiefaktors

Vorteile fp-Wert

Von der Pflicht zum Nutzen - weitere Vorteile im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der M-VENA

- Neben der rechnerischen Bewertung des Wärmenetzes kann die Auswertung von Lastdaten, Netztemperatur- und Druckverläufen angeboten werden.

- Auf Basis dieser Auswertung werden Optimierungen vorgeschlagen, energetisch und wirtschaftlich analysiert sowie deren Umsetzung vorbereitet und begleitet.

- Zukünftige Änderungen der EnEV, des EEG, KWKG, EEWärmeG und weiterer relevanter Normen und Gesetze sowie deren Auswirkungen auf Ihre Dienstleistungen haben wir stets im Blick. Dazu gehört ein „Fördermittel-Check“ bei anstehenden (Ersatz)Investitionen.

- Ausgehend von der energetischen Bewertung werden Argumente und Kriterien bei der Bestimmung bzw. Anpassung des Wärmepreises geliefert (in welcher Größenordnung sind Energieverluste umlagefähig?).

- Die  Erkenntnisse der Bilanzierungsarbeit können Ausgangsbasis für die Optimierung von Quartieren im Versorgungsgebiet sein. Wir regen dabei u.a. Quartierskonzepte an, begleiten diese und setzen sie um.

- Ein sich stetig verbessernder Gebäudeenergiestandard und der demografische Wandel stehen im Widerspruch zu einer leistungsgebundenen Wärmeversorgung vor allem in ländlichen Gebieten. Wir arbeiten zusammen mit Ihnen an einer Lösung dieses Problems.

 

Begriffserläuterung

Primärenergie bezeichnet die Energiemenge, welche der Natur entnommen wird. Bei der Nutzbarmachung dieser Energie bis hin zu einer abgerechneten Kilowattstunde Strom, Fernwärme oder Erdgas  („Endenergie“) gegenüber dem Nutzer entstehen Verluste. Diese Verluste werden durch den so genannten Primärenergiefaktor fp abgebildet.

Der Primärenergiefaktor wird als volkswirtschaftlicher Verlustfaktor mit der vom Nutzer verbrauchten Energiemenge (kWh) multipliziert. Ein niedriger Verlustfaktor ist demnach  volkswirtschaftlich und klimapolitisch anstrebenswert.

Der Faktor enthält vielfältige Verluste, al jene die entstehen bevor/damit dem Endverbraucher Energie zur Verfügung steht. Z.b. können Wärmeverluste in Fernwärmeleitungen, der Strom zum Antrieb der Fernwärmepumpen im Heizwerk, Transportverluste bei der Erdgasversorgung oder verbrauchte Kraftstoffmengen beim Transport von Biomasse in diesen Verlust- (Primärenergie-) faktor einfließen.

Der Primärenergiefaktor muss dabei nur den nicht-erneuerbaren Anteil dieser Energieverluste, d.h. den Anteil der fossilen Energiequellen, der für die Umwandlung und Übertragung (Transport) bis hin zur Endenergie notwendig ist, enthalten. Verluste erneuerbarer Energieformen sind demnach nicht in ihm abgebildet.

Übersetzt bedeutet dies Versorger haben 3 Möglichkeiten, um einen niedrigen Faktor zu erreichen:

1. Entweder sie bauen eine auf endlichen (fossilen) Energieformen basierende Erschließungs-, Erzeugungs- und Versorgungskette auf, die sehr effizient (verlustarm) ist.

2. Oder sie stellen ausschließlich auf erneuerbare Energie (z.B. Strom aus Wind und Photovoltaik)  für die gesamte Versorgungskette ab. Dann wäre der Primärenergiefaktor = 0.

3. Oder sie mischen fossile und erneuerbare Energien.

Berechnung

Der Primärenergiefaktor wird pauschal für die unterschiedlichen Energieträger über die DIN V 18599 in Verbindung mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) von Bundesbehörden festgelegt.

Eine Ausnahme bildet hierbei die Fernwärmeversorgung, für die über die Standardwerte hinaus eigene Primärenergiefaktoren ausschließlich von unabhängigen Gutachtern berechnet werden können.

Mitarbeiter der M-VENA bescheinigen Ihnen ihren individuellen Primärenergiefaktor, denn wir sind als Gutachter nach FW 609* zugelassen. Die so genannte „Bestimmung des Primärenergiefaktors von Wärmenetzen“ wird nach FW 309-1: 2014* ausgestellt und weist häufig einen besseren Wert als der gesetzliche Wert zur Gebäudebilanzierung auf (Standardwert nach DIN V 18599 = 0,7).

Fernwärme aus KWK-Anlagen besitzt einen niedrigeren Primärenergiefaktor als Wärme aus Gaskesseln und stellt so eine gute Möglichkeit dar, den Primärenergiekennwert in Energieverbrauchsausweisen zu reduzieren und damit z.B. die Vermietbarkeit zu steigern.

Häufig erschließen sich über berechnete Primärenergiefaktoren bessere Fördermöglichkeiten.Bei Neubauten können zur Erfüllung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) durch eine Berechnung (z.B. Nachweis 50 % hocheffiziente KWK) zusätzliche Dämmkosten an Fassaden und Dächern erspart werden.

Bitte nehmen Sie bei einem geplanten Einsatz von Fördermitteln frühzeitig Kontakt zu uns auf.

Viele Investoren, Anlagenbetreiber und Fernwärmeversorger haben die Vorteile für ihre Kunden und den eigenen Geldbeutel bereits erkannt und ihre individuellen Primärenergiefaktoren berechnen und veröffentlichen lassen.

 

M-VENA

Energieagentur in

Mecklenburg-Vor-

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